Wir Julis
Liberal heißt für uns: Im Zweifel für die Freiheit. Und immer weltoffen, tolerant, eigenverantwortlich. Wir wollen nicht, dass irgendjemand - und sei es der Staat - Menschen vorschreibt, wie sie zu leben, was sie zu glauben, wo sie zu bleiben haben. Nicht der Staat muss Bürgern Freiheit einräumen - die Bürger treten einen Teil ihrer Freiheiten an den Staat ab. Die Freiheit des einzelnen findet ihre Grenzen dort, wo sie die Rechte des anderen unverhältnismäßig einschränkt. Freiheit ohne Grenzen ist Freiheit für wenige. Ist Anarchie. Und das Gegenteil einer Gesellschaft, der Tod jeden Zusammenlebens. Liberalismus heißt Freiheit. Freiheit heißt Toleranz. Uns ist egal, wer sich wie kleidet, wer wo und wie wohnt oder wer welche Hautfarbe hat.
Wir verbieten nichts, nur weil uns etwas nicht gefällt, nur weil wir es nicht für richtig halten. Wir wissen, dass wir nicht über unverrückbare Wahrheiten gebieten, sondern selber Fehler machen. Das ist der Maßstab, nach dem wir uns richten. Freiheit heißt Marktwirtschaft. Wir stehen dafür, dass Unternehmen Spielräume haben. Dafür, dass sie nicht vom Staat verreguliert und vergrault werden. Und dafür, dass es sich lohnt, eine Idee zum Produkt, ein Produkt zu einer Firma aufbauen. Nur wer einen Arbeitsplatz hat, wird Freiheit, wird Selbständigkeit, wird ein eigenes Leben erfahren.
All jene, die - ob "New Economy" oder nicht - mit wenig Geld, aber viel Ideen, den Sprung in die Selbständigkeit wagen, die Arbeitsplätze schaffen, gehören unterstützt. Und nicht ausgepresst. Freiheit heißt Chancen. Frei sind nur die, die Chancen haben. Und frei ist eine Gesellschaft nur, wenn sie allen am Start die gleichen Chancen bietet - nicht das gleiche Ergebnis am Ziel. Für diese Chancen kämpfen wir. Wir kämpfen für eine zeitgemäße, eine bessere Bildungspolitik. Mehr Kohle für die Bildung. Mehr Lehrer statt mehr Massenklassen. Multimediaunterricht statt Steinzeitschule. Begabtenförderung statt Gleichmacherei. Wir stehen für eine Schule, die jeden fördert, doch Leistung fordert. Und für eine Politik, für die das "think international" nicht länger ein Fremdwort ist.
Politik für die Menschen zu machen, heißt nicht, sie zu ihrem angeblichen Vorteil zu entmündigen. Politik lebt nicht von guten Absichten. Sie gewinnt durch gute Ergebnisse. Und dadurch, dass sie den Mut hat, Menschen leben zu lassen. Das ist für uns Liberalismus.